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Covenant of the Goddess

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Der Covenant of the Goddess (CoG) ist eine 1975 in Kalifornien gegründete Dach- und Interessenorganisation für amerikanische Wicca- und Witchcraft-Gemeinschaften. Er vereint selbstständige Covens und Einzelmitglieder verschiedener Traditionen, ohne ihnen eine einheitliche Glaubenslehre oder Liturgie vorzuschreiben. Gemeinsame Grundlagen sind ein ethischer Verhaltenskodex, die Anerkennung religiöser Vielfalt und der Schutz initiatorischer sowie vertraulicher Inhalte.

Die Organisation ist föderal aufgebaut. Regionale Gruppen werden als Local Councils bezeichnet; das wichtigste gemeinsame Entscheidungsgremium ist der jährlich tagende Grand Council. Entscheidungen sollen möglichst im Konsens getroffen werden. Der Covenant unterstützt seine Mitglieder bei religiöser Bildungsarbeit, seelsorgerischen Aufgaben, der Anerkennung von Geistlichen und der Abwehr religiöser Diskriminierung.

Besondere Bedeutung besitzt der CoG für den interreligiösen Dialog. Durch seine Beteiligung am Parliament of the World’s Religions und an weiteren interreligiösen Netzwerken trug er dazu bei, Wicca öffentlich als eigenständige Religion sichtbar zu machen. Vertreterinnen und Vertreter des Covenant konnten dort pagane Perspektiven in Gespräche mit christlichen, jüdischen, muslimischen, hinduistischen, buddhistischen und anderen Religionsgemeinschaften einbringen. Damit unterstützte die Organisation die gesellschaftliche und rechtliche Anerkennung moderner paganer Religionen.

Der Covenant of the Goddess ist keine zentrale Autorität des gesamten Wicca oder Paganismus. Seine Bedeutung liegt vielmehr darin, die Selbstständigkeit einzelner Covens mit gemeinsamer Interessenvertretung, institutionellen Strukturen und interreligiöser Präsenz zu verbinden.

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