Lexikon

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  • Alban Arthan

    Alban Arthan ist eine moderne druidische Bezeichnung für die Wintersonnenwende, die auf der Nordhalbkugel um den 21. Dezember stattfindet. Sie markiert den kürzesten Tag und die längste Nacht des Jahres. Im modernen Druidentum symbolisiert das Fest die Wiederkehr des Lichtes, Erneuerung, Hoffnung und den Beginn eines neuen Jahreszyklus.

    Die Bezeichnung geht vor allem auf den walisischen Dichter und Altertumsforscher Iolo Morganwg (1747–1826) zurück. Er verwendete Alban Arthan neben drei weiteren sogenannten Alban-Festen für die Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen. Als Name eines vorchristlichen keltischen Festes ist der Ausdruck nicht historisch belegt, sondern gehört zur neuzeitlichen Wiederbelebung und Neugestaltung des Druidentums.

    In modernen druidischen Traditionen wird der Name häufig poetisch als „Licht Arthurs“ gedeutet. Diese Übersetzung ist jedoch keine zweifelsfrei belegte historische Wortbedeutung. Das walisische Wörterbuch Geiriadur Prifysgol Cymru führt Alban Arthan vor allem als feststehende Bezeichnung für die Wintersonnenwende.

    Heute wird Alban Arthan unter anderem mit Kerzen, Feuer, immergrünen Pflanzen, Meditationen und Ritualen zur Wiederkehr des Lichtes gefeiert. Die konkrete Gestaltung unterscheidet sich je nach druidischer Gemeinschaft.

  • Alban Eilir

    Alban Eilir ist eine moderne druidische Bezeichnung für die Frühlings-Tagundnachtgleiche, die auf der Nordhalbkugel gewöhnlich um den 20. März eintritt. Sie kennzeichnet den astronomischen Frühlingsbeginn und wird symbolisch mit dem Erwachen der Natur, Erneuerung, Wachstum und dem zunehmenden Licht verbunden. In vielen neuheidnischen Jahreskreisen bildet Alban Eilir eines der vier Sonnenfeste zwischen den traditionellen keltischen Festterminen.

    Der Name ist keine nachgewiesene Bezeichnung eines vorchristlichen keltischen Festes. Er entstand im Umfeld der neuzeitlichen walisischen Druidenbewegung und geht wahrscheinlich auf den Dichter und Altertumsforscher Iolo Morganwg – eigentlich Edward Williams, 1747–1826 – zurück. Morganwg entwickelte gegen Ende des 18. Jahrhunderts ein System von vier Alban-Festen für die Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen. Bereits 1795 veranstaltete er zur Zeit von Alban Eilir eine bardische Versammlung in Wales.

    In der modernen Druidenbewegung wird Alban Eilir häufig mit „Licht der Erde“ oder „Licht des Frühlings“ übersetzt. Diese Deutungen sind jedoch eher spirituelle Interpretationen als eindeutige wörtliche Übersetzungen. Das walisische Wort eilir bezeichnet Erneuerung, Wiederbelebung oder eine wiederkehrende Frische; das heutige walisische Wörterbuch führt Alban Eilir als Bezeichnung der Frühlings-Tagundnachtgleiche.

    Heute steht Alban Eilir vor allem für Gleichgewicht und Neubeginn: Tag und Nacht befinden sich annähernd im Gleichgewicht, während anschließend die helle Tageszeit weiter zunimmt. Gefeiert wird das Fest je nach Tradition mit Frühlingssymbolen, Saaten, Blumen, Eiern, Feuer oder Ritualen zur persönlichen und natürlichen Erneuerung. Alban Eilir ist damit ein historisch junges, aber inzwischen fest etabliertes Element moderner druidischer und neuheidnischer Festkultur.

  • Alban Hefin

    Alban Hefin ist eine Bezeichnung für die Sommersonnenwende im modernen Druidentum. Sie fällt auf der Nordhalbkugel gewöhnlich auf den 20. oder 21. Juni und bezeichnet den Zeitpunkt des längsten Tages und der kürzesten Nacht. Im Jahreskreis steht das Fest für die größte Kraft des Sonnenlichts, die Fülle des Sommers und zugleich für den Wendepunkt, nach dem die Tage wieder kürzer werden.

    Der walisische Name wird in druidischen Traditionen häufig als „Licht des Sommers“ oder „Licht des Ufers“ übersetzt. Diese Deutungen sind jedoch eher symbolisch als sprachwissenschaftlich eindeutig. Das Geiriadur Prifysgol Cymru, das historische Wörterbuch der walisischen Sprache, führt hefin als wahrscheinlich von Iolo Morganwg gebildetes Wort auf, das von haf – „Sommer“ – sowie von Wörtern wie Mehefin – „Juni“ – beeinflusst wurde. Alban bezeichnet in diesem Zusammenhang einen der vier solaren Wendepunkte des Jahres.

    Die Bezeichnung ist kein nachweisbarer Name eines vorchristlichen keltischen Festes. Sie stammt aus der neuzeitlichen walisischen Druiden– und Bardenrenaissance. Der Dichter und Altertumsforscher Iolo Morganwg, mit bürgerlichem Namen Edward Williams, verwendete den Ausdruck für die Sommersonnenwende und gründete am 21. Juni 1792 auf dem Primrose Hill in London seinen modernen Bardenbund, den Gorsedd. In seinen Schriften ordnete er die vier Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen den Namen Alban Arthan, Alban Eilir, Alban Hefin und Alban Elfed zu. Viele der von ihm als alt überliefert dargestellten Lehren waren jedoch eigene Konstruktionen und können nicht als Belege für die Religion der historischen Druiden gelten.

    Heute wird Alban Hefin besonders in druidischen Gemeinschaften gefeiert. Typische Themen sind Licht, Lebenskraft, Freude, Wachstum und sommerliche Fülle. Feiern können Sonnenbeobachtungen, nächtliche Wachen, Feuerzeremonien, Gesang, gemeinschaftliche Rituale oder persönliche Besinnung umfassen. In manchen neuheidnischen Zusammenhängen wird Alban Hefin mit Litha gleichgesetzt; historisch entstammen beide Namen jedoch unterschiedlichen modernen Traditionslinien.