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Valentinstag

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Der Valentinstag wird jährlich am 14. Februar als Tag der Liebe und Zuneigung begangen. Seine heutige Gestalt entstand aus christlichen Gedenktraditionen, mittelalterlicher Liebesdichtung und neuzeitlichem Brauchtum.

Namensgeber sind mehrere frühchristliche Märtyrer namens Valentinus, die in alten Heiligenverzeichnissen für den 14. Februar genannt werden. Dazu gehören ein römischer Priester und ein Bischof von Terni; gesicherte Angaben zu ihren Lebensgeschichten fehlen jedoch weitgehend. Die verbreitete Erzählung, Valentin habe entgegen einem kaiserlichen Verbot heimlich Liebespaare getraut, ist eine spätere Legende.

Häufig wird der Valentinstag mit den römischen Lupercalien in Verbindung gebracht, einem am 15. Februar gefeierten Reinigungs- und Fruchtbarkeitsritual. Eine direkte historische Ableitung oder gezielte christliche Ersetzung dieses Festes ist jedoch nicht belegt. Die zeitliche Nähe allein genügt nicht, um eine kontinuierliche Tradition anzunehmen.

Die Verbindung des Tages mit romantischer Liebe entwickelte sich erst im europäischen Spätmittelalter. Geoffrey Chaucer beschrieb im 14. Jahrhundert in seinem Gedicht Parlement of Fowls, wie Vögel am Valentinstag ihre Partner wählen. Dieses Motiv wurde anschließend mit höfischer Liebe, Gedichten, Briefen und Geschenken verbunden. Seit dem 19. Jahrhundert verbreiteten sich industriell hergestellte Karten, Blumen und Süßigkeiten; heute ist der Valentinstag ein weitgehend säkulares und kommerzialisiertes Fest.

In Teilen des modernen Paganismus wird der Tag gelegentlich naturspirituell umgedeutet und mit Liebe, Freundschaft, Selbstfürsorge, Fruchtbarkeit oder dem winterlichen Neubeginn verbunden. Überschneidungen mit Imbolc sind moderne symbolische Verknüpfungen, keine nachweisbare historische Tradition.

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