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Percht

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Die Percht, regional auch Bercht oder Perchta genannt, ist eine Gestalt des winterlichen Volksglaubens im süddeutschen und österreichischen Alpenraum. Sie erscheint vor allem in Erzählungen und Bräuchen der Rauhnächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag. Ihr Name wird häufig mit älteren Bezeichnungen für den Dreikönigstag oder die sogenannte Berchtnacht in Verbindung gebracht.

In der Überlieferung besitzt die Percht ein widersprüchliches Wesen. Sie kann als Schutz- und Segensgestalt auftreten, die Ordnung, Fleiß und Reinlichkeit belohnt, zugleich aber Verstöße gegen soziale oder häusliche Regeln bestraft. Manche Erzählungen beschreiben sie als schöne, weiß gekleidete Frau, andere als alte oder furchterregende Gestalt mit tierischen Merkmalen. Gelegentlich wird sie als Anführerin eines nächtlichen Geisterzuges dargestellt.

Mit der Percht werden auch die Perchten der winterlichen Maskenbräuche verbunden. Dabei unterscheidet man häufig zwischen glückbringenden Schönperchten und abschreckenden Schiachperchten. Diese Gestalten sind jedoch nicht einfach als direkte Darstellungen einer einzigen Göttin zu verstehen, sondern gehören zu regional unterschiedlichen, historisch wandelbaren Brauchtraditionen.

Die populäre Deutung der Percht als unverändert überlieferte vorchristliche germanische Göttin ist wissenschaftlich nicht gesichert. Ihre heutige Gestalt entstand vielmehr aus dem Zusammenwirken mittelalterlicher Erzählungen, christlicher Festzeiten, regionaler Sagen, Maskenbräuche und späterer volkskundlicher Deutungen.

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