Der April ist der vierte Monat des heutigen Kalenders. Sein Name geht auf den lateinischen Monatsnamen Aprilis zurück, dessen genaue Herkunft ungeklärt ist. Häufig wird er mit dem lateinischen aperire („öffnen“) verbunden, als Hinweis auf das Aufbrechen der Knospen im Frühling. Eine andere Deutung leitet den Namen über das Etruskische von Aphrodite beziehungsweise Venus ab. Keine dieser Erklärungen gilt als endgültig gesichert.
Im römischen Religionsjahr war der April eng mit Frühling, Fruchtbarkeit und Erneuerung verbunden. Zu den wichtigsten Festen gehörten die Veneralia zu Ehren der Venus am 1. April, die Parilia als Reinigungs- und Schutzfest am 21. April sowie die ab dem 28. April gefeierten Floralia, die der Göttin Flora, der Blüte und der Lebensfülle gewidmet waren.
Im modernen Paganismus gilt der April häufig als Übergangszeit zwischen der Frühlings-Tagundnachtgleiche und Beltane. Er steht für Wachstum, Entfaltung, Beziehung, Lebenskraft sowie für den Schutz und die Pflege des neu Entstehenden. Rekonstruktionistische Gruppen greifen teilweise auch die antiken römischen Feste wieder auf und übertragen deren Motive in die Gegenwart.
