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Ariosophie

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Ariosophie bezeichnet eine völkisch-rassistische Strömung der Esoterik, die sich seit dem späten 19. Jahrhundert vor allem in Österreich und Deutschland entwickelte. Sie verband germanische Mythen, Runensymbolik und Okkultismus mit Antisemitismus, Nationalismus und pseudowissenschaftlichen Rassenlehren. Im Mittelpunkt stand die historisch und wissenschaftlich unbegründete Vorstellung einer geistig und biologisch überlegenen „arischen Rasse“.

Zu den wichtigsten Vertretern gehörten Guido von List, der mit seinem „Armanismus“ eine angebliche germanische Geheimtradition und ein eigenes System esoterischer Runendeutung entwarf, sowie Jörg Lanz von Liebenfels, der christliche Motive rassistisch umdeutete und eine radikale Lehre von „Rassenkampf“ und Auslese vertrat. Ihre Vorstellungen waren moderne Konstruktionen und keine authentische Fortsetzung vorchristlicher germanischer Religion.

Die Ariosophie entstand im Umfeld der völkischen Bewegung und bereitete einzelne Motive vor, die später auch im Nationalsozialismus auftraten. Sie war jedoch keine einheitliche Geheimlehre, aus der der Nationalsozialismus unmittelbar hervorging. Vielmehr gehörte sie zu einem breiteren Milieu, in dem Rassismus, Antisemitismus, autoritäres Denken und religiöse Mythen miteinander verbunden wurden.

Ariosophie ist klar vom modernen Paganismus insgesamt zu unterscheiden. Zwar verwendete sie germanische Symbole und Götternamen, doch viele heutige pagane Gemeinschaften weisen rassistische und ethnisch ausschließende Vorstellungen ausdrücklich zurück.

Zu den wichtigsten Vertretern gehörten Guido von List, der mit seinem „Armanismus“ eine angebliche germanische Geheimtradition und ein eigenes System esoterischer Runendeutung entwarf, sowie Jörg Lanz von Liebenfels, der christliche Motive rassistisch umdeutete und eine radikale Lehre von „Rassenkampf“ und Auslese vertrat. Ihre Vorstellungen waren moderne Konstruktionen und keine authentische Fortsetzung vorchristlicher germanischer Religion.

Die Ariosophie entstand im Umfeld der völkischen Bewegung und bereitete einzelne Motive vor, die später auch im Nationalsozialismus auftraten. Sie war jedoch keine einheitliche Geheimlehre, aus der der Nationalsozialismus unmittelbar hervorging. Vielmehr gehörte sie zu einem breiteren Milieu, in dem Rassismus, Antisemitismus, autoritäres Denken und religiöse Mythen miteinander verbunden wurden.

Ariosophie ist klar vom modernen Paganismus insgesamt zu unterscheiden. Zwar verwendete sie germanische Symbole und Götternamen, doch viele heutige pagane Gemeinschaften weisen rassistische und ethnisch ausschließende Vorstellungen ausdrücklich zurück.

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